Grundregeln und spezielle Verhaltenskodizes

Nicht alles, was rechtlich zulässig wäre, ist auch moralisch vertretbar. Wenn Texte, Bilder und Töne in der Werbung zum Beispiel Menschen herabwürdigen oder diskriminieren, Kinder oder Jugendliche unzulässig bedrängt werden, Gewalt verherrlicht oder verharmlost wird oder religiöse Empfindungen verletzt werden – dann ist die Grenze zwischen Erträglichem und Unsäglichen überschritten.

Um solche Entgleisungen zu verhindern, hat der Deutsche Werberat generelle Grundregeln und spezielle Verhaltenskodizes für besonders sensible Schutzbereiche aufgestellt. Die Selbstkontrolleinrichtung wird aber nicht nur dann tätig, wenn eine seiner Verhaltensregeln tangiert ist, sondern bei jedem ihm vorgelegten Verstoß kommerzieller Werbung gegen gesellschaftlich anerkannte Grundsätze. Dies hat den Vorteil, dass der Werberat flexibel auf verändertes Werbeverhalten reagieren kann, ohne erst eine Anpassung seiner Regeln herbeiführen zu müssen.

Die Verhaltensregeln sind hier in englischer Sprache abrufbar.