Bilanz 2018

Bilanz 2018

Im Jahr 2018 überprüfte der Deutsche Werberat 702 Werbemaßnahmen, zu denen aus der Bevölkerung 1.235 einzelne Beschwerden vorlagen. In den eingeleiteten Verfahren folgten rund 90 Prozent aller Unternehmen dem Votum des Gremiums und stoppten oder änderten ihre Werbung, wenn der Werberat sie beanstandet hatte. Damit belegt die Jahresbilanz 2018 erneut die hohe Durchsetzungsquote des Gremiums und die branchenübergreifende Akzeptanz der Selbstkontrolleinrichtung in der Wirtschaft. 

Von den insgesamt 702 geprüften Fällen fielen 240 Fälle nicht in die Zuständigkeit der Selbstkontrolleinrichtung, etwa weil es sich nicht um Wirtschaftswerbung, sondern um Werbung von Behörden oder Parteien handelte, die Produkte an sich kritisiert oder Verstöße gegen gesetzliche Werbeverbote geltend gemacht wurden.

Der Werberat entschied über 462 einzelne Werbesujets, ein Rückgang von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr mit der höchsten Anzahl von Werberatsfällen seit Gründung der Selbstkontrolleinrichtung 1972. In 124 Fällen teilte der Werberat die Kritik der Beschwerdeführer und informierte die betreffenden Unternehmen über den Verstoß gegen den Werbekodex. Insgesamt wurde jede vierte Werbekampagne, über die sich Bürger bei der Selbstkontrolleinrichtung beschwert hatten, von den betroffenen Unternehmen zurückgezogen oder geändert (108 Fälle; Beanstandungsquote: 27 Prozent). Von Kritik freigesprochen wurden 338 Werbemotive. Es lag kein Verstoß gegen den Werbekodex vor. Nur in wenigen Fällen reagierten die Unternehmen nicht unmittelbar auf die Beanstandung und erhielten deshalb eine Öffentliche Rüge (2018: 16).