Nach Rüge des Werberats: redcoon tauscht beanstandete TV-Spots aus

Nach Rüge des Werberats: redcoon tauscht beanstandete TV-Spots aus

BERLIN, 13. Dezember 2013 (dw) - Der Deutsche Werberat hatte vor wenigen Tagen einzelne Spots des Online-Discounthändlers redcoon (Aschaffenburg) wegen Frauendiskriminierung gerügt, jetzt reagierte das Unternehmen: redcoon teilte der Selbstkontrollinstanz mit, die beanstandeten Spots nicht mehr zu schalten und zugunsten des TV-Spots „Fußball“ zum nächstmöglichen Zeitpunkt auszutauschen. Bei diesem hatte der Werberat von einer Beanstandung abgesehen, da nicht Frauen allgemein als „billig“ herabgesetzt würden.
Das werbende Unternehmen begründete die Entscheidung damit, seinen Respekt gegenüber dem Werberat Ausdruck verleihen zu wollen und zu unterstreichen, dass es dem Werberat als moralische Instanz in Deutschland eine große Bedeutung beimisst.

Geschäftsführerin Julia Busse äußerte: „Der Fall ist ein erneuter Beleg für das Funktionieren des Werberats und seine Bedeutung als gemeinschaftlich getragene Selbstkontrolleinrichtung.“

 

Hinweis

Die Angaben hinsichtlich der Gestaltung der jeweiligen Werbemaßnahme sowie des verantwortlichen Unternehmens beziehen sich auf den für das Beschwerdeverfahren maßgeblichen Zeitpunkt der öffentlichen Rüge. Die aktuelle Gestaltung der Werbemaßnahme und das heute hierfür verantwortlich zeichnende Unternehmen können daher von den damaligen Gegebenheiten abweichen.