Verfahren

Der Deutsche Werberat beurteilt Maßnahmen der Wirtschaftswerbung. Seine Zuständigkeit ist medienübergreifend - schon 1997 weitete die Selbstkontrolleinrichtung ihre Arbeit auf die Online-Werbung aus.

Zugang zum Werberat hat jeder, der sich beschweren will – neben Privatpersonen auch gesellschaftliche Gruppierungen oder politische Instanzen. Eine einzige Beschwerde mit dem Hinweis auf die konkret angegriffene Werbemaßnahme und die Angabe des Beschwerdegrundes reicht aus, um ein Beschwerdeverfahren in Gang zu setzen. Selbst für Einzelpersonen und für extreme Minderheiten wird damit die Einflussnahme auf die Werbung der Wirtschaft möglich.

Dieses Konfliktmanagement hat erhebliche Vorteile, denn es ist:

  • unbürokratisch,
  • für die Beschwerdeführer kostenfrei,
  • schnell
  • flexibel.

Basis für die Abwicklung von Beschwerden ist die Verfahrensordnung des Werberats.

Zuständig ist das Gremium für sogenannte unerwünschte Werbung; im Fall von vermuteten Rechtsverstößen leitet der Werberat die Beschwerde weiter an klagebefugte Instanzen wie zum Beispiel die Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs oder den Verein für lautere Heilmittelwerbung INTEGRITAS. Auch andere rechtsverfolgende Instanzen bis hin zur Staatsanwaltschaft können eingeschaltet werden.