Verkehrsgeräusche

Verlautbarung des Deutschen Werberats zum verantwortungsvollen Umgang mit Verkehrsgeräuschen in der Hörfunkwerbung

(Fassung von 2000)

In der Hörfunkwerbung werden gelegentlich akustische Signale eingesetzt und Situationen
dargestellt, die realen Verkehrsgeräuschen nachgebildet sind. Der Deutsche Werberat sieht
die Einblendung von Aufmerksamkeit erzeugenden akustischen Signalen in der Hörfunkwerbung
nicht schlechthin als verkehrsgefährdend an. Ihre Verwendung sollte jedoch dann
unterbleiben, wenn aufgrund der technischen Gestaltung des Spots, seiner Gesamttonalität
sowie seines Handlungszusammenhangs die Gefahr besteht, dass die Aufmerksamkeit beim
Führen eines Kfz von der konkreten Fahrsituation abgelenkt und die Gefahr von Fehlreaktionen
herbeigeführt wird.

Um die Bemühungen zur Unfallvermeidung im Straßenverkehr zu unterstützen, wendet sich deshalb der Deutsche Werberat an alle werbenden Unternehmen, Werbeagenturen sowie die Werbeträger, auf die Einblendung "kritischer" Geräusche in Hörfunkspots zu verzichten. Dazu zählen etwa

  • heftige Bremsgeräusche, insbesondere quietschende Reifen
  • Crash- und Unfallgeräusche, die auf einen Zusammenprall von Kraftfahrzeugen schließen lassen
  • aggressive Hupgeräusche
  • Einblendungen von Martinshörnern oder anderen vergleichbaren Tonsignalen.